Presseerklärungen 2010
24.03.10
Erstes Ungarisch-Bayerisches Unternehmenstreffen in Oberpfaffenhofen
bavAIRia e.V - Erstes Ungarisch-Bayerisches Unternehmenstreffen in Oberpfaffenhofen
Oberpfaffenhofen, den 24.03.2010
Mehr als 30 bayerische Firmen der Luft- und Raumfahrtindustrie haben beim ersten Ungarisch -Bayerischen Unternehmenstreffen der Luft- und Raumfahrtindustrie am 12. März im Galileo Kontrollzentrum im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Möglichkeit genutzt, sich im direkten Austausch mit 17 ungarischen Unternehmen über die Markt- und Kooperationsmöglichkeiten in Form von B2B Meetings zu informieren. Organisiert wurde die Veranstaltung von bavAIRia e.V. gemeinsam mit der ungarischen Investitions- und Handelsförderungsagentur ITD Hungary und mit dem Generalkonsulat der Republik Ungarn in München.
Beim Bayerisch-Ungarischen Unternehmenstreffen präsentierten sich folgende ungarische Institutionen: János Solymosi stellte die Aktivitäten der ungarischen Weltraum Technologie Plattform vor. Die Plattform wurde durch die Stiftung der ungarischen Luftfahrtindustrie, die Technische Universität Budapest, das Zentralforschungsinstitut Budapest, die Bonn Hungary GmbH und Slot Consulting GmbH gegründet. Die Plattform hat mehr als 30 KMU-s integriert, die sich mit Design, Testing und Produktion von Kabel und Schalter, Mikrowellensystemen, Radarsystemen, Telemetrik, Datatransfer und Satellitentechnik beschäftigen. Einige Stiftungsmitglieder produzieren Ultralight und Amphibien-Flugzeuge, andere beschäftigen sich mit Flughafen und Business Park Entwicklung. Die Zielsetzung der Plattform ist, an FP7, JTI und Galileo Programmen teilzunehmen und neue Forschungskooperationen mit anderen EU-Mitgliedstaaten zu initialisieren. Das ungarische Raumforschungsbüro wurde vom Präsidenten Dr. Előd Both vorgestellt. Das Büro integriert 25 wissenschaftliche Institute und zahlreiche Lehrstühle von Universitäten. Mehr als 250 Wissenschaftler sind in Raumforschungsarbeiten, Erdbeobachtung, Forschungen im Bereich Mikronavigation und Kommunikationstechnik involviert. Das Büro arbeitet unter Aufsicht des Nationalbüros für Forschung und Technologie und ist der offizielle Partner von European Space Agency, ESA. Das ungarische Raumforschungsbüro nimmt im Programm PECS (Program for Europan Cooperating States) teil.
Professor Dr. Pál Bárczy präsentierte das ungarische Raumfahrtcluster. Die Mitglieder des Clusters beschäftigen sich mit Design und Engineering, Rapid Prototyping, Software Entwicklung, Elektrotechnik und Werkzeugherstellung. Von den 26 Kompetenzfeldern von European Science Technology Master Plan gehören 20 Forschungsgebiete in die Kompetenz der Clustermitglieder. Eins davon ist die Fa. ADMATIS, mit deren Produkt es dem Astronauten Jeffrey Williams im Februar im Rahmen des Focus Programms der Internationalen Raumstation gelungen ist, Metallschaum im Weltraum herzustellen.
Die 17 ungarischen Firmen, die sich im Galileo Forschungszentrum präsentiert haben, sind in den oben genannten Institutionen integriert. Sie beschäftigen sich mit Forschung, Simulation, Produktion von Mess- und Prüfgeräten, Datenbearbeitungs- und Steuerungssystem, Lesertechnologie, CNC-Bearbeitung, Gussarbeiten, Metall- und Spritzgusswerkzeugen sowie Composit-Herstellung für die Raumfahrt und für die Automobilindustrie.
Der DLR-Standort Oberpfaffenhofen zählt zu den größten Forschungszentren in Deutschland. Acht wissenschaftliche Institute sind auf dem Areal ansässig. Schwerpunkte des Forschungszentrums sind die Beteiligung an Weltraummissionen, die Klimaforschung, Forschung und Entwicklung zur Erdbeobachtung, der Ausbau von Navigationssystemen und die Weiterentwicklung der Robotertechnik Bayern ist einer der renommiertesten Luft- und Raumfahrstandorte in Europa. Über 550 Unternehmen und 18 Forschungsinstitute beschäftigen mehr als 36.000 Mitarbeiter (61.000 inkl. Flughafenpersonal). Sie erwirtschaften gemeinsam rund 6,9 Mrd. Euro Umsatz.
bavAIRia wurde vom Freistaat Bayern mit dem Management der Cluster Luft- und Raumfahrt sowie Satellitennavigation beauftragt. Das vorrangige Ziel von bavAIRia ist es, dass Bayern seine Spitzenposition im internationalen Branchenumfeld erhält und weiter ausbaut. Hierfür müssen Innovationen schneller und zielgerichteter vorangetrieben werden. Dies gelingt durch einen starken technologischen Austausch zwischen verwandten Hochtechnologiebranchen, aber auch durch die starke Vernetzung der Unternehmen untereinander sowie mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
Sowohl bavAIRia, als auch die ungarische Investitions- und Handelsförderungsagentur ITD Hungary werden auf der ILA Air Show vom 8. bis zum 13. Juni 2010 in Berlin ihre eigenen Gemeinschaftsstände präsentieren. bavAIRia und ITD Hungary werden die bayerisch-ungarische Kooperation im Interesse der jeweiligen Luft- und Raumfahrtunternehmen und Forschungseinrichtungen weiter ausbauen.
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