Presseerklärungen 2010
11.05.10
bavAIRia stellt türkisches Partnerclusters ESBAS / Izmir in München vor
bavAIRia stellt türkisches Partnerclusters ESBAS / Izmir in München vor
"Die Region Izmir bietet deutschen Luft- und Raumfahrtunternehmen weitreichende
Kooperationsmöglichkeiten, unter anderem in den Bereichen Offset und Defence.
In der Türkei nimmt Izmir eine ähnlich führende Rolle in der Luft- und Raumfahrt
ein, wie Bayern innerhalb Deutschlands". Damit eröffnete bavAIRia Vorstand und
Clustersprecher Dr. Martin Haunschild den Besuchs des türkischen Partnerclusters
ESBAS/Izmir in München. Rund 50 hochkarätige Vertreter bayerischer Luft- und
Raumfahrtunternehmen folgten am Dienstag der Einladung von bavAIRia e.V., dem
Träger des Managements der beiden High-Tech-Cluster "Luft- und Raumfahrt"
sowie "Satellitennavigation", um sich in den Räumen des bayerischen
Wirtschaftsministeriums über die vielfältigen Markt- und Kooperationsmöglichkeiten
in der Türkei zu informieren. Im Juli 2009 hatte Dr. Martin Haunschild In Izmir die
Partnerschaft mit "ESBAS - The Aegean Free Zone Development & Operating
Co." besiegelt. Seitdem arbeiten bavAIRia und ESBAS eng zusammen.
Der türkische Aerospacemarkt befindet sich in einer anhaltenden Aufbauphase. So
hat die Türkei im Bestreben, den Technologiesektor im Bereich der strategischen
Schlüssel-technologie "Luft- und Raumfahrt" zu stärken, in verschiedenen
Beschaffungsprojekten vertragliche "Offset"-Vereinbarungen getroffen, nach denen
ein fester Prozentsatz der jeweiligen Wertschöpfung im Lande erbracht werden
muss. Das dazu benötigte Technologie-Know-How ist in der Türkei jedoch nur
unzureichend verfügbar und soll schrittweise mit staatlicher Unterstützung
aufgebaut werden. Über die damit für bayerische Unternehmen verbundenen
Marktmöglichkeiten und andere Themen informierten Referenten von
Unternehmen, Verwaltung und Ministerien. Ayhan Izmirli, ESBAS Managing
Director, wies auf die zweite "Izmir Global Aerospace Conference" hin, die vom 6.
bis 8. Oktober 2010 stattfindet und lud die deutschen Teilnehmer dazu ein.
ESBAS Consultant Vacit Sar stellte die Region Izmir vor, die allein etwa neun
Prozent der türkischen Wirtschaftsleistung erbringt: Freihandelszonen,
Technologiezentren, Universitäten und ein beträchtlicher Anteil an
Industrieproduktion und Export der Türkei machen die Region um Izmir zu einem
der attraktivsten Investitionsstandorte des Landes. Die gut entwickelte Infrastruktur
trägt dazu bei, dass die Ägäis-Region als einer der bedeutendsten Wachstumspole
der türkischen Volkswirtschaft gilt.
Die Ägäische Freihandelszone wurde 1990 gegründet und wird vom
Privatunternehmen Esbas betrieben. Die Zone zog in den vergangenen zehn
Jahren allein rund sieben Prozent der ausländischen Direktinvestitionen in der
Türkei auf sich. Zum Erfolg des Projekts tragen nicht nur die Steuerfreiheit für
Produktionsunternehmen, die Zollfreiheit beim Import von Maschinen sowie die
freie Gewinnübertragung bei. Grundprinzip ist, dass nicht unterschiedliche
Behörden und Dienstleistungsunternehmen, sondern ein Betreiberunternehmen
den ansiedelnden Industrieunternehmen die komplette Infrastruktur anbieten kann.
Georg Reichl, Abteilung Außenwirtschaft und Standortmarketing im bayerischen
Wirtschaftsministerium: "Der Außenhandel mit der Türkei hat sich seit 15 Jahren
hervorragend entwickelt. Seit dem Einbruch vor einem Jahr befindet er sich in einer
Erholungsphase, wird sein altes Niveau aber wohl erst in drei Jahren wieder
erreichen".
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